Der Wrangler macht bei Kontakt mit einem Saurier einen Bunny Hop. Im Gegensatz zu einem Drop, meine ich. Fahren Sie in ein Pothole, ein Schlagloch, dann ist es ein Drop. Fahren Sie über einen Hump aus Knochen, ist es ein Hop. Verzeihen Sie mir gleich jetzt die Anglizismen, von denen Sie noch einige hören werden, aber ich spreche von Wyoming, von der Mitte der Great Plains, von einem Trogtal, das seit dem Einschlag des Meteoriten kein Lebewesen mehr zu Gesicht bekommen hat. Einen Bunny Hop kann ich Ihnen nicht eindeutschen. Wenn Sie auf der Prärie über ein Hindernis fahren, dann machen Sie einen Hasensprung, fertig, halten Sie deshalb das Lenkrad immer mit beiden Händen fest. Nein, dort gibt es keine Straßen, nicht einmal Feldwege oder Reifenspuren wie in der Sahara auf der Rallye Paris-Dakar.
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Die ziegelgroßen Wirbelknochen der T-Rexe und der Triceratopse liegen hier auf der Wiese herum wie Kiesel in einem Steinbruch. Das, worüber Sie sozusagen gestolpert sind, ist ein größerer Wirbelknochen. Das ist immer so. Als der Mexiko-Meteorit einschlug und die Flutwelle und die Glut und der Staub und Dampf und all das kamen, wurden die Dinos in die Täler gespült und da gestapelt wie Straßenkreuzer auf einem Autofriedhof. Wenn sie auf einer Seite eines Tals einen Brontosaurus finden, ist es wahrscheinlich der Abfluss der Sintflut gewesen, und Sie müssen sich talaufwärts arbeiten, um die anderen zu finden, die Raubsaurier sind über den Pflanzenfressern zu finden, also ganz oben, weil sie bis zuletzt an ihren Artgenossen genagt haben, und die ganz dicken Kameraden liegen immer am unteren Ende eines Tals und zuunterst im sogenannten Glacial Outwash. Vulgo Sand. In der Hitze der Katastrophe oder während der Mumifizierung oder durch Gottes weise Voraussicht haben sich die Tiere in der kochenden kosmischen Suppe in Seitlage gekrümmt. Vielleicht strampelten sie ja noch eine Weile, Bauch und Beine versanken im Schlamm, bis sie es schließlich aufgaben, da hatten sie schon den Kopf unterm Arsch, und das Rückgrat blieb irgendwie weiter oben und wird eben zuerst sichtbar, wenn der trockene Boden unter der Grasnarbe erodiert oder ein Baum seine Wurzeln in das Skelett schiebt wie ein Gabelstapler seine Zinken in die Palette. Wenn man das einmal alles verinnerlicht hat, hält man nach einem Bunny Hop an, geht auf der eigenen Fährte zurück und fängt an zu graben.
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Bücken Sie sich, klauben Sie die Knochen auf, suchen Sie die noch fehlenden Teile, konservieren Sie alles schnell mit Acrylharz, den Sie im Walmart kaufen können wie den Gips, in dem Sie das Tier transportfähig machen, und wenn Sie sechzig, siebzig, achtzig Prozent des Skeletts zusammenhaben, verkaufen Sie Ihren Dino bei Sotheby’s in London oder Hongkong oder Zürich an einen Bling-Bling-Millionär oder einen Mr. Hollywood und fahren im nächsten Sommer wieder her und gehen auf Anfang. Ich würde sagen, dass sie fünf Jahre Ihrer Zeit investieren müssen, bei den heutigen Flugpreisen sind das 5000 Dollar plus noch mal 5000 Dollar Material und Unkosten, da sind der Jeep und das Zelt schon mit drin, plus Transportkosten für 2 bis drei Tonnen Transportgewicht pro Skelett, und Sie müssen bei Ihrer Rückkehr natürlich zwanzig Prozent vom Verkaufserlös durch den Zoll schmuggeln, denn Rancher William Cody will seinen Anteil, bar und ohne dass Uncle Sam ihm auf seinem eigenen Land in die Tasche greift für den aufgeklaubten Sternenstaub aus vergangenen Jahrmillionen.
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